Steildächer

Eine klassische Dachform ist das Steildach. Insbesondere in Gegenden mit unbeständigen Witterungsbedingungen hat es sich bewährt. Regenwasser kann gut ablaufen, Innenräume und Bausubstanz sind optimal geschützt. Steildächer lassen sich unterschiedlich eindecken. Schiefer, Metall und natürlich der klassische Ziegel werden verarbeitet.

Tradition und Moderne

Ein klassisches Ziegeldach ist immer auch ein optisches Highlight. Hochwertige Ziegeldächer sind witterungsbeständig und überzeugen durch hervorragende Wärmedämmeigenschaften. Die meisten Hausbesitzer entscheiden sich für rote oder schwarze Dachsteine, immer öfter werden aber auch Tondachziegel mit farbiger Beschichtung und Glasur nachgefragt. Als äußerst vorteilhaft erweisen sich auch Betondachsteine. Dank dichtschließender Falzen ist eine sehr gute Wärmedämmung möglich.

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass mein Steildach saniert werden muss?
  • Gelöste, verrutschte oder gebrochene Dachziegel.
  • Feuchte Stellen im Dachstuhl oder Wasserflecken an Deckenverkleidungen.
  • Unerklärlich hoher Heizenergie­­verbrauch trotz konstanten Nutzer­verhaltens.
  • Starker Algen‑ oder Moos­bewuchs als Hinweis auf dauerhafte Feuchtigkeit.

 

Tipp: Führen Sie mindestens einmal jährlich eine Sicht­kontrolle durch oder lassen Sie eine Dach­inspektion durch Fachleute vornehmen.

In der Regel ja – vor allem bei Süd‑, Südost‑ oder Südwest­ausrichtung und ausreichender Dachfläche. Voraussetzung ist jedoch ein intaktes Dach. Bei älteren Dächern sollte eine Sanierung vor der Modul­montage erfolgen, um spätere Doppelkosten zu vermeiden.

Durch eine zeitgemäße Dämmung lässt sich der Wärmeverlust über das Dach um bis zu 40 % reduzieren. Das spüren Sie in Form eines behaglichen Raumklimas und deutlich sinkender Heiz­kosten.

  • Mineralwolle (Glaswolle) – kostengünstiger Klassiker mit gutem Brandschutz.
  • Steinwolle – höhere Roh­dichte sorgt für besseren sommerlichen Hitzeschutz und Schallschutz.
  • Polyurethan‑/PIR‑Hartschaum – sehr guter Lambda‑Wert bei geringer Aufbauhöhe, allerdings weniger ökologisch.

Welcher Dämmstoff der richtige ist, hängt von Aufbau, Budget und energetischen Zielen Ihres Hauses ab – lassen Sie sich individuell beraten.

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Ein verbindliches Angebot erfordert jedoch immer ein Aufmaß vor Ort.

Ja, in den meisten Fällen ist das möglich. Lärmintensive Arbeiten finden tagsüber statt. Auf Dachböden genutzte Zimmer sollten Sie für die Dauer der Maßnahme räumen oder abdecken.

In Schleswig‑Holstein ist der reine Austausch der Dacheindeckung in der Regel genehmigungsfrei. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder einer Veränderung der Dachform gilt jedoch die Genehmigungspflicht.

  • Parkflächen und Zuwegungen freihalten – insbesondere für Gerüst­stellung und Kran.
  • Empfindliche Gegenstände im Dachgeschoss abdecken.
  • Gebäudeversicherung informieren (erhöhtes Einbruchrisiko durch Gerüst).

Ja. Energetische Maßnahmen können über BAFA und KfW bezuschusst oder mit zinsgünstigen Darlehen gefördert werden. Für die Beantragung benötigen Sie in der Regel einen Energieeffizienz‑Experten.

Beim Einfamilien­haus sollten Sie – abhängig von Größe und Detailreichtum – mit 4 – 7 Wochen rechnen, inkl. Gerüst­bau, Rück­bau alter Deckung, Dämmarbeiten und Neueindeckung.